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Entlausungsmittel Zyklon-B
So einfach es ist, sich mit Blausäure umzubringen, so schwierig ist es, seinen Mitmenschen damit umzubringen, ohne selbst größte Gefahr zu laufen

Nach vielen Versuchen mit anderen Mordverfahren, hat sich die Legende auf Vergasung mit Zyklon-B als Vernichtungsdogma geeinigt. Zyklon-B wurde tatsächlich in großen Mengen in allen Lagern und vor allem außerhalb zur Entlausung benutzt. Wie Butz bemerkt, ist gerade diese doppelte bzw. falsche Interpretation des Zyklon-B das 'Hauptmerkmal des Betruges' [Butz].
Entlausungsmittel Zyklon-B
Verantwortlich für die Ausbreitung der in allen Kriegen gefürchteten ⇒Typhus-Epidemien waren Läuse. Als wirksamstes Entlausungsmittel - und schon im ersten Weltkrieg zu diesem Zweck eingesetzt - erwies sich Blausäure (Zyanwasserstoff, HCN), allerdings auch tödlich für Menschen.

Zyklon-B-Dosen
1923 wurde von der Fa. DeGeSch (Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung) ein Blausäure-Entwesungsmittel unter der Markenbezeichnung Zyklon-B auf den Markt gebracht. Zyklon-B enthält das hochgiftige HCN auf einem porösen Trägermaterial adsorbiert. Das Trägermaterial war anfangs Kieselgur, später Gipspräparate. Auch nach dem Kriege spielte Zyklon B noch eine Zeit lang eine bedeutende Rolle, bevor es vom DDT und dessen Nachfolgern verdrängt wurde.
Abdampfzeiten
Zyklon-B selbst ist also kein Gas, sondern ein Granulat. Durch die Adsorption an das Trägermaterial wurde erreicht, daß die Blausäure langsam verdunstete, was für den Entlausungsvorgang und die Sicherheit des Personals erwünscht war.

Verdampfungsgeschwindigkeit von Blausäure vom Trägermaterial Erco (Gips mit Stärkeranteil) bei 15°C und feiner Verteilung, nach Irmscher [Irm].
(aus [Rud-Gas])
Die Zyklon-B-Entwicklung bei der Degesch erreichte immer längere Abdampfzeiten. In den zwanziger Jahren gab das Produkt schon innerhalb von 10 min fast die gesamte Blausäure ab, 1942 erst in zwei Stunden. Für das im Zeitraum zwischen 1942 und 1944 wahrscheinlich eingesetzte Zyklon B-Präparat kann man davon ausgehen, daß bei 15°C und niedriger Luftfeuchtigkeit während der ersten fünf Minuten der Präparatauslegung etwa 10%, nach einer halben Stunde etwa 50%, nach 2 Stunden 90% der Blausäure den Trägerstoff verlassen haben. Mit sinkender Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit verdampft die Blausäure noch langsamer, d.h. in den kühlen, feuchten Leichenkellern der Krematorien II und III, den angeblichen 'Gaskammern', hätten die Abdampfzeiten noch höher gelegen [Lam]
Mit und ohne Reizstoff
Zyklon-B wurde ab 1943 auch ohne Warn- oder Reizstoff hergestellt und auch nach Auschwitz geliefert. Diese Tatsache wird von der Legende oft als Beweis für die Massenmordabsicht vorgelegt. Abgesehen davon, daß es schon vor dem Krieg Zyklon-B-Einsätze ohne Reizstoff gab [Lam], waren solche Varianten in Kriegszeiten durchaus nicht ungewöhnlich. Ein SS-Angehöriger, der mit der Entlausung in Auschwitz zu tun hatte, Artur Breitweiser, behauptete, daß Zyklon-B ohne Reizstoff in Auschwitz üblich war [Bar]. Darüberhinaus gab es einen Erlaß vom 3. April 1941, also viele Monate vor dem behaupteten Erwägen der Anwendung von Zyklon B für den Massenmord, der die Waffen-SS von der Pflicht zur Einhaltung der Reichsvorschriften und Ausführungsbestimmungen bezüglich Schädlingsbekämpfung mit hochgiftigen Gasen befreite.
Diese Befreiung läßt sich also nicht damit erklären, daß damit der Massenmord erleichtert und verwaltungsmäßig ermöglicht werden sollte, denn solche Pläne gab es damals nicht. Dieser Erlaß erging wahrscheinlich, um die Waffen-SS in die Lage zu versetzen, unter Umgehung möglicherweise hinderlicher Vorschriften Schädlinge und die damit auftretenden Seuchen bekämpfen zu können. Dies geschah womöglich mit Hinblick auf den bereits geplanten Rußlandfeldzug, da man aus Erfahrungen des 1. Weltkriegs wußte, daß Seuchen im Osten oft gefährlicher waren als der Feind.
Lambrecht [Lam]
Zur Massenvernichtung ungeeignet
Daß Blausäure eine zur Massenvernichtung nicht nur relativ ungeeignete sondern auch teuere Technik ist, wurde oft angemerkt. Zyklon-B war im Kriege Mangelware, denn entlaust wurde überall im Osten. Deutschlands weltweit führende Chemieindustrie hätte einfachere, ungefährlichere und billigere Methoden auf Lager gehabt, von den Giftgas-Erfahrungen aus dem ersten Weltkrieg ganz zu schweigen. Unter chemischen Aspekten war daher Zyklon-B klarerweise eine sehr schlechte Wahl.
Blausäureakrobatik
oder die Purzelbäume der Exterminationisten
Zyklon-B ist für Chemiker weniger interessant als für Psychologen: Der Stoff sorgt für groteske Argumentationsverrenkungen.
Vernichtung tarnt Entlausung
Lange Zeit suggerierte die Holocausterziehung, daß die reine Anwesenheit des Giftes in Auschwitz die Vergasung beweise. Wozu sonst sollte man tonnenweise Blausäure nach Auschwitz geliefert haben ?
Die nächste Stufe war kaum subtiler: man bestreitet nicht mehr, daß Zyklon-B 'auch' oder 'scheinbar' zur Entlausung benutzt wurde, aber fast die gesamten Lieferungen wurden zur Vergasung benutzt, 'nur sehr wenig wurde zur Entlausung gebraucht'. Dieser Ansicht sind z.B. [Hilberg] und Van Pelt, Berechnungen sind von ihnen allerdings nicht zu erwarten.
Von den Revisionisten vor sich hergetrieben, wechseln die Hohen Priester der Legende ständig die Richtung:
Ihre neueste These lautet nunmehr, daß nicht die Entlausung die Vernichtung tarnen sollte, sondern umgekehrt, die Vernichtung die Entlausung.
Pressac behauptet, daß die SS in Auschwitz sehr viel Zyklon-B brauchte, weil sie die Typhusepidemie nicht in den Griff bekam. Um das vor 'Berlin' geheimzuhalten, begründeten sie ihren "unglaublich hohen Verbrauch an Gas" mit dem Judenmord. Selbstverständlich verlief das alles kodiert, so daß sich auch diese Idee auf keine Beweise abstützt [Prs]
Laut Pressac wurden bis 98% des Zyklon-B für die Entlausung und nur 2% für die Vergasung von Juden verwendet, wofür er zwar wieder keine Beweise hat, aber immerhin kommt die Legende damit nahe an den Wert der Revisionisten, die schon immer behauptet haben, daß 100% des Zyklon-B zur Entlausung benutzt wurden ...
HCN und die 'Gaskammer'-Entlüftung
Weitere Haken muß Pressac zur Rettung der Legende schlagen, wenn er die Belüftung der Leichenkeller betrachtet. Die Luftzufuhr erfolgte von oben, die Entlüftung von unten, wie es eben einem Leichenraum entspricht. Das Zyanwasserstoffgas ist jedoch leichter als Luft, so daß ein 'Vergasungskeller' umgekehrt belüftet werden müßte. Pressac erkennt das auch an, behauptet aber, daß die Deutschen in unglaublicher Stümperei für den Massenmord im Leichenkeller lediglich die Ventilationsleistung erhöht haben [Fau-RaP].
Wirkung der Blausäure
Sofern es eingeatmet (und nicht geschluckt) wird, ist HCN kein schmerzhaftes Tötungsmittel:
Blausäure blockiert die Sauerstoffzufuhr der Körperzellen, wodurch die für die Zelle lebenswichtigen Oxidationsprozesse unterbunden werden.... Durch die hohe Empfindlichkeit des Hirns bezüglich Sauerstoffunterversorgung fällt ein Vergiftungsopfer bei Inhalation hoher Blausäurekonzentrationen in Ohnmacht, bevor es in der Muskulatur zu Krämpfen kommt. Dies ist der Grund für die Anwendung der schmerzlosen Blausäure-Exekutionen in einigen Staaten der USA. Tödlich gilt allgemein eine Dosis von 1 mg Blausäure pro kg Körpergewicht. Nicht tödliche Mengen an Blausäure werden im Körper rasch unschädlich gemacht, Nachfolgeschäden gibt es nicht. ... Insekten und besonders deren Eier reagieren wesentlich unempfindlicher auf Blausäure. Sie müssen zumeist mehrere Stunden mit recht hohen Konzentrationen (0,3 bis 2%) begast werden, bevor ein Tötungserfolg sichergestellt werden kann.
Rudolf [Rud-Gas]
Entlausungsdosierungen variieren stark mit den Bedingungen. Die Konzentrationen liegen zwischen 5 und 30 g/m3, die Anwendungszeiten von 2 bis 10 Stunden. Pressac behauptet, die in den 'Gaskammern' verwendete Konzentration, habe bei 12 g/m3 gelegen [Prs-Leu], die in 5 Minuten tödlich wirkte und die Wände pro Tag nur 10 Minuten der Blausäure ausgesetzt habe. Letzteres ist zwar kaum mit Massenvergasungen zu vereinbaren, aber als Argument nötig, um zu erkären, warum keine blauen Flecken in den 'Gaskammern' festgestellt wurden.
Blausäurereaktion mit Mörtel
Blausäure (HCN) wird durch feuchten, stark alkalischen Putz durch Neutralisation gebunden: es entsteht Calciumcyanid. Das sehr reaktionsfähige Zyanid-Ion bildet mit Eisenionen u.a. das Komplexsalz Berliner Blau. Dadurch verfärbt sich der stark eisenhaltige Putz blau.
Gauss [Gau-Hlz]
In der Argumentation der Revisionisten spielen Zyanidrückstände im Mauerwerk eine wichtige Rolle, da diese sehr schwer löslich und damit lange Zeit nachweisbar sind. Während die Blaufärbung der Wände der Entlausungsräume noch heute mit bloßem Auge sichtbar ist, zeigen die 'Gaskammern' keine solchen Spuren. ⇒Leuchter und ⇒Rudolf haben Mauerproben entnommen und chemisch analysiert. Sie kommen zu dem Schluß, daß es Vergasungen im bezeugten Umfang in den Leichenkellern nicht gegeben haben kann.

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letzte Aktualisierung: 03-Jun-09 (11:14)